Wie die Zeit doch vergeht, jetzt sind schon drei Monate seit dem Umzug vergangen. Die Umgewöhnungsphase ging dabei fast fließend, der neue Anfahrtsweg war sofort eingespeichert und die Richtung nach Bretzenheim schnell eingeschlagen. Aber die Gemäuer an der Bruchspitze konnte man ja auch ohne große Wehmut hinter sich lassen…
Die neue Fachhochschule überzeugt nun durch ein freundliches, helles und damit einladendes Erscheinungsbild und präsentiert sich entsprechend zeitgemäß.
Einen etwas chaotischen Eindruck macht bislang aber noch das Außengelände unseres neuen Domizils. Gegenüber den ersten Wochen, wo das gesamte Gelände noch einer großen Baustelle glich, hat sich jedoch einiges getan: Erd- und Geröll-berge sind verschwunden, immer mehr Grünflächen werden angelegt, das Parkhaus wächst nach und nach in die Höhe und der hintere Eingangsbereich ist mittlerweile auch geteert. Hier hinten finden wir auch den FH-Parkplatz, wobei uns die derzeitige Parkplatzsituation bestens bekannt vorkommt, denn den guten alten Schotteruntergrund haben wir wieder. Wer auf Asphalt parken möchte, kann auf den gegenüberliegenden Uni-Parkplatz ausweichen. Allerdings sind es von hier dann doch ein paar Meter mehr zum FH-Eingang. Zudem stehen die Parkplätze unter der Woche aufgrund der starken Frequenz in hoher Konkurrenz und an Samstagen werden große Flächen vom Flohmarkt belegt. So nehme ich persönlich dann doch lieber den Schotter in Kauf.
Der neue Gebäudekomplex macht von außen einen ansprechenden und zeitgemäßen Eindruck. Im Inneren sind die Flure durch die bodentiefen Fenster sehr lichtdurchflutet und dementsprechend angenehm hell. Auch das Treppenhaus wurde mit genügend Fenstern bedacht. Hier finde ich allerdings, dass der Sichtbeton eher einen schmutzigen als architektonisch modernen Eindruck macht. So hätte ich hier eine verputzte Decke geschmackvoller gefunden. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, kann man auch den Aufzug benutzen, der sich bei müden Studenten großer Beliebtheit erfreut. Toiletten sind in jedem Trakt auf jedem Stockwerk vorhanden und wurden in einem modernen Stil gestaltet. Es ist zu wünschen, dass diese noch lange in so einem Topzustand bleiben.
Im Erdgeschoss befindet sich am hinteren Eingangsbereich die Mensa. Das Angebot finde ich ausreichend, besonders die vielfältig belegten Brötchen kommen bei mir gut an. Die Lage direkt am Eingang finde ich dagegen etwas ungünstig. Am anderen Ende des Flures ist die Bibliothek zu finden, die im Vergleich zum alten Bibliothekarsraum enorme Raumgröße gewonnen hat. Dennoch sind die Regale weiterhin sehr eng aneinander gestellt. So wäre doch genug Platz da, um diese etwas weiter auseinander zu stellen. Pünktlich zum „Tag der offenen Tür“ wurden im Gebäude auch endlich Beschilderungen angebracht. Denn bisher waren Türen nur provisorisch und Etagen überhaupt nicht beschriftet. So wäre es für uns Studenten bereits am Anfang wünschenswert gewesen, zu erfahren, was in welchem Stockwerk zu finden ist. Aber so mussten BIS-Büro, Prüfungsamt, Vorlesungsräume, etc. selbst gesucht und gefunden werden. Aber auf diese Art und Weise kann man das neue Gebäude auch kennen lernen…
In den Vorlesungsräumen gefällt mir die große Fensterfront, die viel Licht ins Innere und eine schöne Aussicht mit Weitblick in die Felder und benachbarten Stadteile mit sich bringt. Die bunten Stühle bringen Farbe ins Spiel und bewirken zur eher schlicht gehaltenen Umgebung einen abwechslungsreichen Kontrast. Und auch in Sachen Technik sind wir hier nun auch fortschrittlich ausgestattet.
Der Innenhof wurde zwischenzeitlich auch fertig gestellt. Allerdings ist die Gestaltung in meinen Augen nicht sehr originell. Das in Asphalt eingebettete Wasserbecken ist wohl eher Geschmackssache und auch die mit kahlen Ästen geschmückten Bäume sind nicht wirklich schön. Der Innenhof mag vielleicht nicht viel Sonne abgekommen, aber etwas mehr Grün wäre hier für Auge und Seele wünschenswert.
Nichts desto trotz hat die Fachhochschule Mainz mit dem neuen Standort eindeutig an Attraktivität gewonnen und ermöglicht nunmehr ein Studieren in angenehmer Umgebung.
Larissa Hillesheimer am 12. Mai 2009 in Umzug | 0 Kommentare »